Coca-Cola

Ein Mann namens Woodruff

1919 verkauften die Kinder von Asa G. Candler die einst für 2.300 Dollar erworbenen Rechte von Coca‑Cola für 25 Millionen Dollar an eine amerikanische Bankenvereinigung unter dem Vorsitz von Ernest Woodruff. 1923 wurde sein Sohn Robert Präsident der Company, ein geborener Geschäftsmann mit völlig neuen Ideen. Seine große Vision: Coca‑Cola für alle Menschen auf der ganzen Welt verfügbar zu machen. Die ersten internationalen Abfüllanlagen wurden in Kuba, Panama, Puerto Rico und auf den Philippinen gebaut. In Frankreich wurde die erste europäische Anlage errichtet.

Die immer gleiche, hohe Qualität war garantiert.

Woodruff führte erstmals die Qualitätskontrollen der Fertigprodukte ein, die Geschmack, Qualität, Zusammensetzung, Aufmachung und Verpackung von Coca‑Cola überall gleich gewährleisteten. Und genau die Tatsache, dass Coca‑Cola seit Jahrzehnten in der gleichen Zusammensetzung, in der gleichen Aufmachung und in der gleichen Form angeboten wird, hat sich äußerst positiv auf die Verbreitung des Produktes ausgewirkt.

Während des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs wurde Coca‑Cola in 44 Ländern abgefüllt. Als die Vereinigten Staaten in den Krieg eingriffen, ordnete Woodruff 1941 an, "...dass jeder Mann in Uniform seine Flasche Coca‑Cola für 5 Cents bekommen soll, egal wo und egal was es die Company koste". Es wurden komplette Abfüllanlagen nach Übersee verschifft, um den Truppen an der Front ein Stück Heimat zu vermitteln. Erst 1966 wurde das legendäre Geheimtelegramm von General Eisenhower aus dem Jahre 1943 an das Oberkommando in Washington öffentlich freigegeben, mit welchem er drei Millionen abgefüllte Flaschen Coca‑Cola, zehn Abfüllanlagen, Sirup, Verschlusskappen und ein Fünftausend-Tonnen Schiff für den Transport anforderte. Coca‑Cola wurde somit zur moralischen Stütze der amerikanischen Truppen an allen Fronten.

Mit der Freiheit kam auch ein neues Erfrischungsgetränk nach Europa.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es kaum mehr ein Land, wo Coca‑Cola nicht erhältlich war. Das durch die amerikanischen Besatzungsmächte bekannt gewordene und erfrischende neue Prickeln begeisterte die Europäer so sehr, dass die von den Amerikanern installierten Abfüllstationen von regionalen Gesellschaften übernommen und auf eigene Rechnung weiter betrieben wurden. Die Werbebotschaften von Coca‑Cola griffen die internationale Lage und Stimmung auf und waren der Spiegel eines neuen Zeitgeistes. Es ging wieder aufwärts: "Things go better with Coke" .

zurück

Downloads

Keine Einträge vorhanden.

Share |